Bericht zu:
"Bargteheide braucht die S4" am 21.04.2017


23. April 2017

Danhier, Buschhüter, Weingärtner Am 21.4. war der Vorsitzende des Verkehrsausschusses Ole T. Buschhüter aus der Hamburger Bürgerschaft auf einer Veranstaltung der SPD Bargteheide. Zusammen mit dem Wandsbeker Bürgerschaftsabgeordneten und dem verkehrspolitischen Sprecher im Kreistag, Jürgen Weingärtner, stand das Thema der geplanten S4 im Vordergrund.

Auch wenn es bis zur geplanten Betriebsaufnahme im Jahr 2027 noch lange hin ist, wird das Thema in Bargteheide bereits heiß diskutiert. Auf dem ersten Blick überwiegen die Vorteile für Hamburg und Ahrensburg. Die Ferngleise im Hamburger Hauptbahnhof reichen für den wachsenden Bedarf im Regionalverkehr aus Schleswig-Holstein nicht mehr aus. In Wandsbek werden die Wohngebiete besser erschlossen. Zum Glück verlängern sich die Fahrzeiten durch die S-Bahn trotz zusätzlicher Halte bis zum Hauptbahnhof nur um 1-2 Minuten. Die S-Bahn hat mehr Türen und ermöglicht einen viel schnelleren Ein- und Ausstieg als bei den Doppelstockwagen. Durch die S-Bahn entfällt für Fahrten zum Flughafen das lästige Treppensteigen im Bahnhof Hasselbrook. Am Berliner Tor kann in die U-Bahn und in die S-Bahn Richtung Bergedorf/Aumühle umgestiegen werden. Und die Bargteheider erreichen mit der S4 den Jungfernstieg, die Landungsbrücken und Altona mit der S4 bequem ohne Umsteigen und damit einige Minuten schneller als bisher.

Die S4 macht auch Platz auf den vorhandenen Gleisen für die zusätzlichen Fernzüge nach dem Bau einer festen Fehmarn-Belt-Querung. Ab Gartenholz hat fährt die S-Bahn auf separaten Gleisen, so dass die Verspätungen in der heutigen Regionalbahn durch Fern- und Güterverkehre erheblich zurückgehen werden.

Der größte Vorteil für Bargteheide ist der geplante 20-Minuten-Takt durch die S4. Da die SPD Bargteheide sich nicht noch 10 Jahre mit dem Stundentakt tagsüber und in den Abendstunden abfinden muss, haben wir letzten Sommer erneut einen Antrag auf Halt der Regionalexpresszüge in der Stadtvertretung gestellt. Dieses lehnt die Bahn leider nach wie vor ab. Allerdings erfolgt in 2019 eine neue Ausschreibung für das Streckennetz Hamburg-Lübeck. Und der Verkehrsverbund Schleswig-Holstein "nah.sh" will für Bargteheide einen durchgängigen 30-Minuten-Takt bis zur Inbetriebnahme der S4 vorsehen.

Ein weiteres Thema war die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes und der Bahnsteige. Ole T. Buschhüter brachte eine erfreuliche Nachricht vom aktuellen Stand der S4-Planung mit. Auf den neuen S-Bahnsteigen ist eine Teilüberdachung vorgesehen. Bisher wollte die Bahn nur Fahrgastunterstände aufstellen. Mit den neuen Bahnsteigen für die S-Bahn wird auch ein barrierefreier Einstieg für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Fahrräder ermöglicht. Und die Mitnahme von Fahrrädern in der S-Bahn ist außerhalb der Hauptverkehrszeiten und an Wochenenden kostenlos.

Auch beim Thema barrierefreier Zugang in die Regionalbahn will die SPD nicht noch 10 Jahre warten. Die SPD-Kreistagsfraktion fordert seit langem den barrierefreien Ausbau. Mit Erfolg auf den U-Bahn-Haltestellen in Ahrensburg und Schmalenbek sowie in Reinfeld. Susanne Danhier will es nicht hinnehmen, dass das Vorhaben für Bargteheide immer wieder hinausgeschoben wird und will im Landtag zusammen mit der nah.sh für die Umsetzung sorgen.